Der Irrweg den viele gehen
Warum die meisten Führungstrainings scheitern
Stellen Sie sich vor, jemand würde von Ihnen verlangen, dass Sie zuerst Ihre Hose anziehen und danach erst Ihre Unterhose – allerdings soll die Unterhose unter die Hose, ohne dass Sie die Hose wieder ausziehen.
Sie würden sich denken: Was für ein Idiotismus! Das ist völlig unmöglich und reine Zeitverschwendung.
Ich würde Ihnen absolut recht geben.
Aber wissen Sie was? Genau dieser logische Wahnsinn ist das, was tagtäglich in der Welt der Führungskräfte-Entwicklung praktiziert wird, wenn es um Kommunikation, Konflikte, Verhandlungen oder Führungskräfte-Fähigkeiten geht.
Der Kardinalfehler: Der dritte Schritt vor dem ersten
Einer der größten Fehler, den sowohl viele Führungskräfte als auch sehr viele Berater, Coaches oder klassische Management-Trainer machen, ist, dass sie den dritten Schritt vor dem ersten machen wollen. Dass sie sich also sofort auf die Probleme stürzen wollen und diese so schnell wie möglich lösen wollen, noch bevor überhaupt die nötigen Fähigkeiten vorhanden sind, um diese Probleme überhaupt bewältigen zu können.
Das wäre in etwa so, als würden Sie versuchen, das Dach Ihres Hauses aufzustellen, ohne vorher das Fundament und das Erdgeschoss gebaut zu haben. Dennoch versuchen viele genau auf diese Art und Weise, ihre Führungsprobleme zu lösen, und wundern sich dann, wenn es nicht funktioniert.
Um also tatsächlich eine echte Veränderung bewirken zu können, ist es entscheidend, die Dinge in der korrekten Reihenfolge zu tun. In der Neuro-Autonomen-Systemik (NAS) gibt es dafür drei klare Phasen.
Die 3 Phasen der Veränderung nach dem NAS-Konzept
Warum klassisches Coaching hier oft versagt
Vielleicht haben Sie es selbst schon erlebt: Sie buchen ein Coaching oder ein Seminar, und es wird sofort über das Problem gesprochen. Es werden Lösungen erarbeitet, Strategien entworfen und Tipps gegeben, was Sie das nächste Mal anders machen sollten. Das Problem dabei ist: Diese Coaches starten direkt in Phase 3. Sie gehen fälschlicherweise davon aus, dass die nötige Problem-Löse-Fähigkeit bei Ihnen bereits vorhanden ist. Sie versuchen, die Unterhose unter die Hose zu ziehen.
Als Beispiel für Führungs-Fähigkeiten: Wenn Sie in einer Stresssituation sind, wird Ihr präfrontaler Kortex durch den Autonomen-Defence-Mode (ADM) gehemmt. In diesem Zustand haben Sie nur sehr eingeschränkten bis keinen Zugriff auf viele Mental‑Fähigkeiten. Es wird also ein großer Fähigkeitsvorrat in Millisekunden blockiert.
Sie denken also, dass sie diese Fähigkeiten zur Verfügung haben, aber leider sind diese unter bestimmten Bedingungen einfach weggewischt. Viele Berater versuchen jetzt, an den Mental‑Fähigkeiten zu arbeiten, weil sie denken, dass dies die Ursache ist. Aber tatsächlich sind es nur Symptome.
Die wahre Ursache und die wahre Fähigkeit, die Ihnen fehlt, ist, den ADM in den Griff zu bekommen. Sobald das geschehen ist, wird der Zugriff auf viele Mental‑Fähigkeiten wieder freigeschaltet. Das ist der große Unterschied, ob sie an der wahren Ursache ansetzen und die Fähigkeiten erlernen und beherrschen, die sie tatsächlich benötigen, oder nur an den Symptomen herumdoktern.
Wichtig: Coaching soll hier nicht abgewertet werden, denn Coaching leistet wertvolle Arbeit, wenn es um die Reflexion von Verhaltensweisen oder die persönliche Sinnfindung geht. Der Neuro-Performance-Ansatz setzt jedoch eine Ebene tiefer an: Bevor wir über Verhalten sprechen können, müssen wir den biologischen Modus sicherstellen.
Diesen Irrweg der umgekehrten Reihenfolge sollen lieber die anderen gehen.
Wir bauen Ihr System auf einem stabilen Fundament auf.
Souveränität & Gelassenheit, die wirklich abrufbar ist
– selbst in Extrem-Situationen
Sie haben unter Druck oder Stress KEIN Kommunikations-, Disziplin-, Willens- oder Kompetenz-Problem. Sie verlieren in solchen Momenten lediglich den Zugriff darauf.
Entlarven Sie Ihren wahren Gegner: Ihren eigenen Abwehr-Modus.
ZUSTAND REGULIEREN
DANN REAGIEREN
